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.Dao-Lin-H‘ay und Oogh at Tarkan hatten sich unter die Benguel gemischt und waren von ihnen offenbar freundlich aufgenommen worden.Ich hatte versucht, Dao-Lin über ihre Beziehung zu den Benguel auszuhorchen, aber sie hatte mich abblitzen lassen.„Wir wälzen mit den Benguel keine kosmischen Probleme", hatte sie gesagt.„Ich persönlich habe kaum Kontakt mit ihnen.Aber Oogh at Tarkan ist förmlich aufgeblüht, seit er unter ihnen ist.Es scheint fast, als sei der Anblick der Benguel ein Jungbrunnen für ihn.Ich möchte seinen Frieden nicht stören." Sie weigerte sich, mich mit Oogh sprechen zu lassen, und forderte mich auf, nach Waliki zu kommen, damit ich mir selbst ein Urteil fällen könne.„Mir ist dort zu wenig Action", hatte ich gesagt.Zuerst hatte ich Nikki Frickel sofort zurückpfeifen wollen.Aber Nikki argumentierte, daß sie an Ort und Stelle wichtige Informationen für mich beschaffen könnte, und dieser Argumentation konnte ich mich nicht entziehen.Nur, Nikki hatte so gut wie nichts zu berichten.Sie versuchte zwar, die Benguel aus zufragen, bekam aber auf alles nichts sagende und stereotype Antworten.Offenbar warteten die Benguel auf irgendein Ereignis, das sie sehnsüchtig herbeisehnten und dessentwegen sie nach Waliki gekommen waren, dem „Ort der Freude", wie die Übersetzung dieses Hangoll-Begriffs lautete.Eines hatte Nikki immerhin heraus bekommen.„Die Benguel weigern sich, ihre wahren Namen zu nennen", berichtete sie bei einem ihrer regelmäßigen Anrufe.„Sidichum war wohl eine Ausnahme?" meinte ich.„Das ist doch kein wahrer Name", erwiderte Nikki lachend.„Sie nennen sich Tutesoft, Indinacht, Holiner, Gibacht, Aufunddavon und ähnlich.Aber es sind angenommene, zumeist nichts sagende Begriffe, die nur selten auf Fähigkeiten, Temperament oder Mentalität der Träger abgestimmt sind.Die Worlon-Benguel haben eine sehr undeutliche Aussprache und schlucken speziell bei Eigennamen schon mal den einen oder anderen Buchstaben.Darum werden sie selbst von den Translatoren nicht richtig übersetzt.Sidichum heißt, zum Beispiel, nichts anderes als >Sieh dich umIch sollte dich darüber aufklären, daß die Seelenwanderung für die Benguel kein Aberglaube ist", sagte er zu mir.„Sie haben die Gewißheit, daß ihr Ich in den Nachkommen weiterlebt.Dies ist ihre feste Überzeugung.Daran kannst du nichts ändern."„Das ist mir schon klar", sagte ich gepreßt.„Aber wir müssen das nicht unterstützen.Wenigstens dieses eine Mal werden wir verhindern, daß sie ihre hilflosen Artgenossen in den sicheren Tod schicken." In die Benguel kam Bewegung.Einige verschwanden im Schiff, gleich darauf tauchten in der Schleuse einige ihrer Artgenossen auf, die nackt waren.Ich sah Wundmale auf ihren Bäuchen, und Zorn packte mich.„Halt!" rief ich.„Bringt die Kranken zurück, oder wir zwingen euch mit Waffengewalt dazu." Zwei der Nackten sprangen aus der Schleuse und rannten kreischend in Richtung Wald; ihre Schreie klangen animalisch.„Zurück, ihr Barbaren!" hörte ich Nikki rufen.Zwei Strahlenfinger zuckten an mir vorbei, schlugen knapp vor den verbliebenen Benguel in den Boden ein und zogen ein breites, schwarzes Band der Vernichtung.Die verstörten Benguel drängten ins Schiff zurück, stießen ihre geisteskranken, nackten Artgenossen vor sich her in den Korridor.Die Schleuse schloß sich, gleich darauf hob das Schiff auf heulenden Strahlentrieb werken vom Boden ab und flog in Richtung des Sammelplatzes davon.„Danke", sagte Nikki Frickel, als sie mich erreicht hatte.„Jetzt ist mir wohler." Ich wollte sie nicht darauf hinweisen, daß die Benguel den Vorgang vermutlich an anderer Stelle wiederholen würden.Auch mir war irgendwie wohler, daß ich mich nicht der Mittäterschaft schuldig gemacht hatte.So waren wir Menschen nun einmal.Manchmal selbst grausam bis zum Exzeß, dann wiederum.Ein Anruf von der CIMARRON rettete mich aus meinen auswegslosen, grüblerischen Gedanken.„Eine Flotte unbekannter Raum schiffe im Anflug auf das Waliki-System", meldete Ian Longwyn.„Es sind bereits über hundert, aber es kommen ständig weitere aus dem Linearraum.Ich bin sicher, daß unsere drei Schiffe noch nicht geortet wurden, weil der zweite Planet zwischen uns und den fremden Raumschiffen liegt.Wie sollen wir uns verhalten?"„Bleibt im Ortungsschutz", befahl ich.„Warten wir erst einmal ab.Ich möchte auf dem laufenden über die Manöver der Feindflotte gehalten werden."„Feindflotte?" wiederholte lan.„Was macht dich da so sicher?"„Das Ganze stinkt doch nach einer Falle", erwiderte ich.„Und die Benguel sind der Köder darin.Gib jedenfalls Alarmstufe eins."„Die fremden Schiffe schwenken in einen Kurs ein, der zum zweiten Planeten führt", meldete Ian Longwyn.„Es sind bereits über dreihundert - und noch ist kein Ende abzusehen.Sie sind alle von gleicher Größe und Form."„Schicke uns Bilder davon, wenn ihr ausreichend Daten gesammelt habt", trug ich ihm auf.„Bleibt auf Gefechtsbereitschaft.Kein Positionswechsel vorerst.Haftet den Ortungsschutz so lange wie möglich aufrecht."„Verstanden.Wir warten ab." Gucky lenkte ‘meine Aufmerksamkeit auf sich und sagte: „Ich verstehe ja, daß du gerade schön in Fahrt bist.Aber du solltest dir wegen des Zwischenfalls mit den Benguel nicht voreilig ein Feindbild schaffen, Bully."„Ich bin nur vorsichtig", sagte ich.lans letzte Meldung lautete, daß insgesamt 498 Fremdschiffe aus dem Linearraum aufgetaucht waren und Kurs auf Waliki nahmen.Die fremden Raumschiffe hatten eine recht eigenwillige Form.Sie sahen überdimensionalen Faustfeuerwaffen nicht unähnlich.Der „Lauf" war fünfzig Meter lang, zwanzig breit und etwa ebenso dick und hatte zwei Aufsätze.Zum einen ragten zwei siebzig Meter lange Flügel in spitzem Winkel in die Höhe, dazwischen lag ein Aufbau, bei dem es sich offenbar um die Hauptantriebseinheit handelte.Die beiden Flügel, so ergab die spätere Feinortung waren Hyperzapfgeräte, mit denen die Fremden ihre Energien aus dem Hyperraum holten, unseren Hypertrops nicht unähnlich, aber wohl lange nicht so leistungsstark.Wäre es anders gewesen, dann wären die Hauri wohl nicht so scharf auf unsere Hypertroph´s.Der „Griff" des Blasterschiffs stand zum horizontalen Schiffskörper in einem Winkel von etwa 100 Grad und diente gleichzeitig als Landesockel.Während des Anflugs an den zweiten Planeten begannen einige der fremden Schiffe, die Flügel zurückzuklappen.Dieses Manöver ließ den Schluß zu, daß sie auf Waliki zu landen gedachten.„Die Fremden benehmen sich recht sorglos", stellte lan von Bord der CI MARRON fest.Gucky und ich waren an Bord des Beiboots gegangen, und Lalla hatte sich zu uns gesellt.Nikki Frickel und Narktor befanden sich an Bord der SORONG-Space-Jet.Wir standen in Konferenzschaltung mit einander in Verbindung.Jan fuhr fort: „Sie schicken weder Erkunder aus, noch sondieren sie den umliegenden Raumsektor.Das Wort Sicherheit scheint ihnen fremd zu sein."„Sie wissen eben, was sie wollen", sagte ich.Ich ließ mich nicht von der Sorglosigkeit der Fremden beirren; das konnte ein Täuschungsmanöver sein, um uns von ihren wahren Absichten abzulenken.Die von ihnen - und den Benguel - zur Schau gestellte Naivität war zu weltfremd, um glaubhaft zu wirken.Die ersten Flügelschiffe tauchten auf der unseren Schiffen gegenüber liegenden Seite in die Atmosphäre des Planeten ein.„Die Benguel scheinen von den Fremden überhaupt noch nichts bemerkt zu haben", meldete Nikki Frikkel über Funk.„Wir hätten sie warnen sollen.Immerhin wäre es möglich, daß das ihre Feinde sind."„Und ich sage, daß sie mit den Neuankömmlingen unter einer Decke stecken", beharrte ich.Mizza war auf dem Posten, nur für alle Fälle.Auch Nikkis Space-Jet war startbereit.Noch waren keine Flügelschiffe im Luftraum über Land Beta aufgetaucht.Sie nahmen ihr Einflugmanöver überaus langsam vor.„Das kann doch nicht wahr sein!" hörte ich Jan ungläubig rufen.„Die MAI-Kl nimmt Fahrt auf - und fliegt den Fremden entgegen [ Pobierz całość w formacie PDF ]