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.Deshalb hatten die beiden Wellensprinter ein einfaches Signal verabredet, von dem Rhodan hoffte, daß es funktionierte, und von dem Kapitanski annahm, daß es ein Fehlschlag sein würde.Sobald Icho Tolot den Zug hören konnte, sollte er Tronar Woolver heftig auf die Schulter schlagen.Rhodan hatte mit Absicht Tolot für diesen Auftrag gewählt, weil er wußte, daß selbst ein freundschaftlicher Hieb des Haluters Schmerzen auslösen würde.Rakal Woolv er, der mit seinen mentalen Sinnen angespannt „lauschte", mußte diesen plötzlichen Schmerzanfall seines Bruders registrieren.Danach würde er am Antrieb des Versorgungszuges sabotieren, um den Zug zu stoppen.Das Schienenfahrzeug sollte spätestens dort zum Stillstand kommen, wo Sergeant Kapitanski wartete.Wenn Kapitanski an die vielen Möglichkeiten eines Versagens der Woolvers dachte, begann er zu schwitzen.Es war fraglich, ob Rakal Woolver den Zug überhaupt erreichte.Außerdem konnte es passieren, daß das Para-Signal nicht übermittelt wurde.Der Zug würde dann wie ein Geschoß weiterrasen und dem Sergeanten kaum eine Chance zur Flucht lassen.Brodger Kapitanski bückte sich und preßte ein Ohr gegen die Schiene.Noch konnte er nichts hören.Eine halbe Meile hinter ihm, gerade so weit entfernt, daß sie sehen konnten, wenn Kapitanski mit der Fackel winkte, warteten die Terraner und die Haushaltsverbrecher.Der Sergeant bildete die Signalstation zwischen Tolot und Perry Rhodan.Er hatte sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet.Jetzt wünschte er, er hätte es nicht getan.Unwillkürlich dachte er an Baynes, an Lord Kendall Baynes, der sein Leben geopfert hatte, um ihnen die Flucht zu ermöglichen.Kapitanski hatte nicht vor, das zweite Opfer zu sein.Er war ein nüchtern denkender Mensch.Romantik und übertriebener Idealismus lagen ihm fern.Wenn es darauf ankam, würde er verzweifelt um sein Leben kämpfen.Wieder beugte er sich hinab und lauschte an der Schiene.Diesmal konnte er etwas hören.Der Versorgungszug kam.Er mochte noch zehn oder mehr Meilen entfernt sein, aber er näherte sich unaufhaltsam.Der Sergeant mußte sich dazu zwingen, ruhig auf dem Schienenstrang stehenzubleiben.Noch war er seiner Sache nicht sicher.Das Geräusch, das der herannahende Zug machte, wurde allmählich lauter.Kapitanski rechnete jeden Augenblick damit, die großen Wagen aus der Dunkelheit heraus auf sich zurasen zu sehen.Er sprang auf und winkte mit der Fackel.Weit hinter ihm blitzte ein Lichtpünktchen auf.Rhodan hatte die Nachricht des Sergeanten empfangen.Jetzt würde Icho Tolot Tronar Woolver „kameradschaftlich" auf die Schulter klopfen, damit sich das plötzliche Schmerzgefühl Tronar Woolvers auf Rakal übertrug.Kapitanski schaute sehnsüchtig in die Richtung, wo er die rettende kleine Ader wußte, durch die sie in die Rohrbahn eingedrungen waren.Jetzt war noch genügend Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.Wenige Augenblicke später konnte Kapitanski den Zug hören, ohne ein Ohr auf die Schiene zu legen.Die Haftrollen erzeugten ein schleifendes Geräusch, durchdringend und schrill.Kapitanski biß sich auf die Zungenspitze.Seine Nerven waren angespannt.Er stand mit aufgerissenen Augen da, die Fackel hoch erhoben.Wenn in diesem Augenblick die ersten Wagen im Lichtschein aufgetaucht wären, hätte er keinen Schritt zur Seite machen können.Kapitanski hatte schon immer unter der bedrückenden Atmosphäre Fremder Planeten gelitten.Selten war es ihm gelungen, absolut fremdartige Dinge zu akzeptieren.Hier, im Innern eines gigantischen Lebewes ens verstärkte sich die Abneigung des Sergeanten gegen alles Nichtirdische.Kapitanski war intelligent genug, diesen Komplex zu bekämpfen, doch in Momenten höchster Gefahr erwies dieser sich als stärker.Der Lärm des Zuges nahm an Heftigkeit zu.Die gesamte Rohrbahn begann zu vibrieren.Die Schiene unter Kapitanskis Füßen schien sich zu bewegen.Die Fackel flackerte unruhig.Da gewann der Sergeant seine Überlegung zurück.Er versuchte zu schätzen, wie weit der Zug noch entfernt war.Kapitanski wußte, daß hinter ihm die Terraner mit ihren neuen Verbündeten losmarschierten, um das Schienenfahrzeug zu besetzen.Da rollte der vorderste Wagen in den Lichtkreis der Fackel.Kapitanski schrie auf und warf sich zur Seite.Instinktiv fühlte er, daß er keine Chance hatte, wenn der Zug nicht zum Stehen kam.Seine ausgestreckten Hände berührten die Seitenwand der Rohrbahn.Eng preßte er sich dagegen, obwohl ihm das keine Rettung gebracht hätte, denn die Wagen füllten die Ader fast vollkommen aus.Mit geschlossenen Augen wartete er auf den kurzen Augenblick wahnsinnigen Schmerzes, der seinem Tod vorangehen würde.Doch nichts geschah.Der Sergeant drehte sich um.Die Fackel lag brennend auf dem Schienenstrang.Etwa zwanzig Meter von Kapitanski entfernt stand der vordere Wagen.Kapitanski atmete erleichtert auf.Rhodans Plan hatte funktioniert [ Pobierz całość w formacie PDF ]