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.Unter dieser buschigen Zier blickten zwei graugrüne, wachsame Augen hervor.„Komm, Sherlock!"Er hatte die Kette von Sherlocks Halsband gelöst.Sie war ohnehin nur als Beruhigung für ängstliche Gemüter geeignet.Der Okrill hopste mit unbeholfen anmutenden Bewegungen hinter seinem Herrn her.Nach dem Verlassen der Schleuse schlug heißer Dampf den beiden Besuchern der Sauna entgegen.Hawks Füße platschten über den nassen Boden während der Okrill jetzt unablässig nieste, bei Wesen seiner Art stets ein Zeichen höchsten Wohlbehagens.Dröhnendes Lachen drang aus dem Dampf hervor.„Bademeister, schalten Sie die Klimaanlage um zehn Grad höher!" dröhnte eine Baßstimme.„Hier friert jemand."Hawk grinste, sagte aber nichts.Er stützte sich mit der Rechten auf den Kopf des Okrill und ließ sich von dem fähigen Infrarot- Superspürer führen.Im Vorbeigehen klatschte er mit der Linken auf den Rücken des Mannes, der gerufen hatte.Ein erschrockener Fluch war die Antwort.„Welcher Sohn einer räudigen Hündin hat hier einen Roboter mitgebracht?" stöhnte es.Jetzt lachte Omar Hawk.„Wie kommen Sie darauf?"„Mann, wer sind Sie?" keuchte der andere zurück.„Untersagen Sie Ihrem Robot diese Scherze.Er hat mir bald das Rückgrat zerschmettert."„Ich habe Sie nur mit meiner Hand gestreichelt", erwiderte Hawk mit ironischem Unterton.„Wenn Sie nicht einmal eine sanfte Berührung vertragen können, was suchen Sie dann in der Extrem-Sauna, Sie verweichlichter Playboy?"Ringsum lachten einige Männer.Von dorther, wo der andere stehen mußte, drang jetzt drohendes Schnauben.Omar Hawk, der ahnte, wie der andere reagieren würde, klopfte seinem Okrill beruhigend auf den Kopf.„Hiih, Sherlock, hiih!"Der Okrill preßte sich an den Boden und ließ alles über sich ergehen.Und das war eine ganze Menge.Zuerst stolperte ein zorniger Mann über ihn und wurde dadurch um den Schwung seines Hawk zugedachten Angriffs gebracht.Dann trommelten Fäuste auf ihm herum, und zum Schluß bekam er einen Fußtritt und die lakonische Bemerkung: „Verdammt! Wenn das Vieh mich gebissen hätte.!", Unbeholfene Schritte klatschten über die Nässe und entfernten sich.Omar Hawk schlug seinem Okrill lobend auf das breite Maul.Danach streckte er sich behaglich auf einer der Stufen aus und ließ den heißen Dampf in seine Poren dringen.Nach zehn Minuten wurde der Dampf jählings durch Eiswasser abgelöst, das wie ein Wolkenbruch aus den Deckenöffnungen brauste.Sherlock nieste immer lauter.Heiße Wasserstrahlen schossen aus den Wänden und massierten die Körper derjenigen, die sich in die Extrem-Sauna gewagt hatten.Danach kam Schnee, dann wieder Dampf, dann grobkörniger Hagel - Omar Hawk und sein Okrill genossen die Raffinessen der Extrem-Sauna und träumten von ihrer Heimatwelt.Nach einer Stunde erinnerte sich Omar Hawk eines Termins und brach, wenn auch widerwillig auf.Draußen im Freien hörte der Okrill auf zu niesen.Eben noch war der Raum an dieser Stelle leer gewesen.Jetzt brachen sich die Strahlen der grünen Sonne Whilor auf der blanken Hülle eines ellipsenförmigen Phantoms, das mit annähernd Lichtgeschwindigkeit aus der übergeordneten Dimension in den Normalraum eintauchte.Das wie ein Phantom dahinrasende Raumfahrzeug war eine sogenannte SPACE JET, ein aus den ersten terranischen „Gazellen" weiterentwickelter bewaffneter Aufklärer von 30 Metern Horizontal-Durchmesser und Diskusform.Wenige Sekunden nach dem Auftauchen der Space Jet glühte es an achtzehn Stellen des Ringwulstes blauweiß auf.Es schien, als seien dort achtzehn Miniatursonnen aufgegangen.Die Space Jet wippte fünfundvierzig Grad um ihre Vertikalachse so daß die Projektionsfelddüsen des Ringwulstes gegen ihre ursprüngliche Fahrtrichtung wiesen.Solarmarschall Julian Tifflor saß auf einem Sessel der innerhalb der Hauptzentrale etwas erhöhten Steueranlage.Er hatte es sich nicht nehmen lassen, die Space Jet selbst zu steuern.Selten genug kam er in letzter Zeit dazu.Das brachten seine Aufgaben als Solarmarschall zwangsläufig mit sich.Dabei war Tifflor stets ein Pilot aus Leidenschaft gewesen, und ein ausgezeichneter Pilot, vielleicht der beste im Solaren Imperium, wenn man Perry Rhodan und Reginald Bull unberücksichtigt ließ.Glücklicherweise wußten die drei anderen Männer innerhalb der Jet-Zentrale um Tifflors Fähigkeiten als Raumpilot, sonst wären sie ganz sicher erblaßt bei seinem waghalsigen Bremsmanöver.Die Space Jet schien zu bersten, als die Impulstriebwerke im Zentrum nach dem Verstummen der relativ leise arbeitenden Sprungfeldgeneratoren schlagartig auf Vollast gejagt wurden.Das Fahrzeug stellte in diesen Augenblicken nicht viel mehr dar als die Hülle einer allmählich explodierenden Gigatonnen-Fusionsbombe.Die Versteifungen der Zellen bebten und vibrierten gleich dünnwandigem Glasgeschirr, das man auf einer malträtierten Orgel aufgestellt hatte.Die Warnautomatik pfiff ihre mißtönende Melodie dazwischen und zeigte die Überhitzung der Jet-Unterseite an.Julian Tifflor ließ sie pfeifen.Nichtsdestoweniger beobachtete er mit Argusaugen die Temperaturanzeige.Solange die rote Marke nicht um mehr als zehn Strich überschritten war, bestand keine Gefahr.Endlich, nach einer langen Minute, wanderte der elektronische Anzeigebalken allmählich zurück.Die hochverdichteten Partikelströme hatten das Fahrzeug soweit abgebremst, daß sie nicht mehr wie Glutbälle an den Düsenöffnungen klebten.Nun flimmerten sie gleich Leuchtpfeilen der Space Jet voran.Ihre Spitzen wiesen auf den dritten Planeten der grünen Sonne Whilor, auf Opposite.Julian Tifflor entspannte sich.Sein hageres, scharfgeschnittenes Gesicht wirkte fast gelöst, und die grauen Augen blickten mit dem typischen verträumten Ausdruck, der so viele schon getäuscht hatte, die Tifflor zum ersten Male begegneten.„Zigarettenpause, meine Herren", verkündete der Solarmarschall lächelnd.Aber sein Lächeln zeugte davon, daß er mit den Gedanken ganz woanders weilte.Es wirkte ausgesprochen geistesabwesend.Rein mechanisch nahm er die Zigarette, die der zeitweilig zum Kopiloten degradierte Kommandant der Administrations-Jet ihm anbot, rein mechanisch tat er die ersten Zuge.Julian Tifflor weilte in Gedanken bei dem Mann, den er sich als Vorbild gewählt hatte, bei Perry Rhodan.Tifflor hatte nicht nur äußerlich große Ähnlichkeit mit dem Großadministrator des Solaren Imperiums, sondern er glich ihm auch psychisch auf vielen Gebieten.Wer die beiden Männer zusammen sah, und wer sie Befehle erteilen sah, der glaubte Zwillingsbrüder zu sehen.Und wenn es kritische Situationen zu meistern galt, dann dachten und handelten beide Männer gleich schnell und gleich umsichtig.Nicht umsonst war Julian Tifflor der Mann gewesen, der in den kritischsten Monaten der Menschheit, als Rhodan, Bull und Atlan verschollen waren und das ehemalige Vereinte Imperium auseinanderfiel, an Rhodans Stelle getreten war.Ohne viel Aufhebens hatte er die Machtmittel der Menschheit und ihre Machtstellung neugeordnet und das Solare Imperium unangreifbar gemacht.Als Perry Rhodan zurückkehrte, da sah er seinen geheimsten Plan bereits von Tifflor verwirklicht.Ein stummer Händedruck war sein Dank gewesen, dann wurden beide Männer wieder von den Aufgaben beansprucht, die die Konsolidierung eines Sternenimperiums mit sich brachte.Und heute, so dachte Julian Tifflor mit einem Anflug von Melancholie, war Perry Rhodan wieder so gut wie verschollen, und die Last der Verantwortung drückte auf den Schultern seiner Getreuen.Doch diesmal hatte wenigstens Vize-Administrator Reginald Bull zurückbleiben können, so daß Tifflor sich auf die Leitung der Raumflotte des Imperiums konzentrieren konnte.Nur.! Tifflors Mundwinkel zuckten.Ohne die gigantische Inpotronik Nathan konnte kein Mensch die Übersicht mehr über die Flotte behalten.Nathan war ein Robotgehirn [ Pobierz całość w formacie PDF ]