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.Das Bild, das sich auf den Schirmen der STARDUST bot, war erschütternd.Die Doppelkette schimmernder Perlen, die Generalmajor Pjotkin eine halbe Stunde zuvor beobachtet hatte, war zerrissen.Von Panik dirigiert, strebten die Lichtpunkte der Schiffe nach allen Richtungen auseinander.Das Loch, das die STARDUST in die Mitte der Front gerissen hatte, war jedoch noch deutlich zu erkennen.Rhodan ordnete Funktastung an.Er wollte hören, was zwischen den Schiffen gesprochen wurde.Er hatte ihre Form erkannt und wußte, daß es eine Ostblock-Flotte war.Trotzdem würde er den Leuten auf der Stelle Hilfe bringen, wenn sie nicht von selbst zurechtkamen.Er hörte die Meldungen, die von den einzelnen Schiffen abgegeben wurden.Der automatisch und ohne Zeitverlust arbeitende Übersetzer übertrug die in Russisch gegebenen Meldungen ins Englische.Rhodan erfuhr, daß es sich um eine Flotte von zweihundert Schiffen gehandelt hatte.Vierunddreißig davon waren angeschlagen, das Flaggschiff mit Generalmajor Pjotkin an Bord vernichtet, zerglüht unter dem Aufprall der Schutzfelder des Riesenschiffes.Ein Oberst übernahm das Kommando.In langwierigen Manövern führte er die Schiffe wieder zu einer einheitlichen Front zusammen.Ein guter Teil der Strahlmasse wurde dazu verbraucht.Der Flottenrest würde es schwer haben, auf der Höhe der Venus-Bahn die Fahrt bis auf ungefährliche Geschwindigkeiten zu verringern.Die Radarposten der Flotte hatten ohne Ausnahme die Ursache des Unglücks wenige Sekunden vor der eigentlichen Katastrophe erfaßt, und sie sahen den grünen Punkt jetzt mit mäßiger Geschwindigkeit sich vom Überrest der Flotte entfernen.Rhodan hörte, daß eine große Zahl von Mutmaßungen darüber angestellt wurden, was der Punkt bedeuten könne.Auf die Idee, daß es sich um ein Fahrzeug der Dritten Macht handele, kam nur ein einziger, und dessen Meinung wurde von dem neuen Befehlshaber sofort unterdrückt.Rhodan verstand das Manöver: Der Oberst stünde vor einer unlösbaren Aufgabe, wollte er seinen Leuten gegenüber zugeben, daß der Gegner über Fahrzeuge verfügte, die ohne den geringsten Schaden für sich selbst durch eine Flotte massiver Raumschiffe hindurchstoßen konnten.Es war zu erkennen, daß die übriggebliebenen Schiffe ohne fremde Hilfe vorankommen würden.Aus Mangel an Strahlmasse blieb ihnen kein anderer Weg als der, auf dem sie sich zuvor schon befunden hatten: zur Venus.Die STARDUST überließ sie ihrem Schicksal und nahm von neuem Fahrt auf.Rhodan bedauerte den angerichteten Schaden.Er bedauerte ihn um so mehr, als das Zusammentreffen der STARDUST mit der Ostblock-Flotte einem mehr als außergewöhnlichen Zufall zugeschrieben werden mußte.Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei sich mehr oder weniger willkürlich bewegende Objekte im freien Raum einander begegneten, war äußerst gering - noch weitaus geringer als die, daß zwei von zwei verschiedenen Personen geworfene kleine Steine in der Luft aufeinanderprallten.2.12.Juni 1980.Moskau.Zehn Uhr morgens, Ortszeit.Der Generalstab der vereinigten Ostblock-Streitkräfte war sich darüber im klaren, daß der Zeitpunkt für einen Angriff auf die wichtigsten militärischen und Industriezentren der beiden anderen Machtblöcke und der Dritten Macht auf einen der nächsten Tage gelegt werden müsse.Die Verhältnisse waren noch niemals so günstig wie jetzt.Der Ostblock hatte einen Stützpunkt auf Venus errichtet - von Tomisenkows kläglichem Schicksal hatte man keine Ahnung - eine starke Nachschubflotte war nach Venus unterwegs von der Katastrophe, die diese Flotte betroffen hatte, wußte man ebenfalls nichts - und die Dritte Macht schien die politischen Erdrutsche, die den neuen Kurs des Ostblocks eingeleitet hatten, entweder nicht zur Kenntnis genommen zu haben oder sich nicht darum zu kümmern.Man hatte in den ersten Wochen eine Intervention der Leute aus Galacto-City befürchtet, aber es hatte keine gegeben.Die Ursache dafür war vermutlich, daß Perry Rhodan, der Chef der Dritten Macht, im Augenblick weder auf der Erde noch irgendwo im näheren Umkreis war.Denn auch über Rhodans wahren Aufenthalt war in Moskau nichts bekannt.Die große Generalstabskonferenz fand in dem Hörsaal einer Universität statt.Über das Prinzip des Vorgehens herrschte allgemeine Übereinstimmung, und die Erkenntnis, daß man nur noch über einzelne Ausführungsvorschriften werde beraten müssen, erfüllte die Generäle mit einer Art Siegesstimmung.Ein bulgarischer Marschall trug seine These von der strategischen Umklammerung der Asiatischen Föderation vor, als eine Ordonnanz zwar gemessenen Schrittes, aber mit verstörtem Blick den Saal betrat und mit einem Zettel in der Hand zu Marschall Sirow marschierte, der von der Mitte der ersten Sesselreihe aus die Konferenz leitete.Sirow nahm den Zettel und überflog ihn.Seine Umgebung sah, wie er die Stirn runzelte, dann aufsah und den bulgarischen Marschall so lange anstarrte, bis der stutzig wurde.Sirow winkte ab.Mit dem Zettel in der Hand stand er auf und ging zu dem Pult, von dem aus sonst ein Professor seine Vorlesung zu halten pflegte.Der Bulgare machte ihm erstaunt, aber bereitwillig Platz.Sirow begann ohne Übergang: „Ich lese Ihnen die Nachrichten vor, die vor einigen Minuten aus verschiedenen Teilen des Landes in der Zentrale eingegangen sind.Erstens: Eine meteorologische Beobachtungsstation.", er machte eine bedeutungsvolle Pause, damit jeder begreifen sollte, daß sich hinter dieser Tarnbezeichnung ein wesentlich wichtigeres Objekt verbarg, „.auf der Eismeerinsel Nowaja Semlja ist um neun Uhr achtunddreißig Moskauer Zeit durch einen Wirbelsturm auseinandergerissen und davongefegt worden.Der einzige Überlebende fand ein noch intaktes Funkgerät und gab die Nachricht durch.Er meldete, daß sich Sekunden vor dem plötzlichen und unerwarteten Beginn des Sturmes das Land verdunkelte, als sei die Polarnacht vier Monate zu früh hereingebrochen.Zweitens: Nowosibirsk, acht Uhr einundfünfzig Moskauer Zeit.Eine Art Sonnenfinsternis fällt über das Land.Den Raketenstützpunkt außerhalb der Stadt befällt sonderbare Schwerelosigkeit, Männer treiben davon, Abschußrampen lösen sich aus den Sockeln, Raketen werden von dem plötzlich einsetzenden Sturm davongefegt.Drittens: Molotow, Ural, neun Uhr vierundvierzig Moskauer Zeit [ Pobierz całość w formacie PDF ]