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.»Das bin ich.«Vor Erleichterung sackte Butler ein wenig in sich zusammen.Übergroßes Ego, unerschütterliches Selbstvertrauen.Artemis war eindeutig wieder er selbst.»Sehr gut.Dann würde ich vorschlagen, wir holen unsere Eskorte und machen uns auf den Weg.Ich möchte die Sonne auf meinem Gesicht spüren.Die echte Sonne, nicht diese UV-Lampen, die sie hier unten haben.«Artemis verspürte einen Stich des Mitgefühls mit seinem Leibwächter, ein Gefühl, das sich in den letzten Monaten immer öfter gemeldet hatte.Für Butler war es schon unter Menschen schwer genug, mit der Menge zu verschmelzen; hier unten hätte er kaum mehr auffallen können, wenn er ein Clownskostüm getragen und mit Feuerbällen jongliert hätte.»Einverstanden«, sagte Artemis.»Wo ist Holly?«Butler wies mit dem Daumen auf das andere Ende des Flurs.»Wo sie meistens ist.Bei dem Klon.«Captain Holly Short von der Aufklärungseinheit der Zentralen Untergrund-Polizei betrachtete das Gesicht ihrer Erzfeindin und verspürte nichts als Mitleid.Gut, hätte sie die echte Opal Koboi vor sich gehabt, wäre Mitleid sicher auch auf der Liste ihrer Gefühle gewesen, aber weit unterhalb von glühendem Zorn und massivem Abscheu, der an Hass grenzte.Doch das hier war ein Klon, der eigens herangezüchtet worden war, um der größenwahnsinnigen Wichtelin eine Doppelgängerin zu verschaffen, mit deren Hilfe sie unbemerkt aus ihrer Zelle in der Argon-Klinik fliehen könnte, falls es der ZUP je gelänge, sie zu verhaften.Was schließlich tatsächlich geschehen war.Holly bemitleidete die geklonte Wichtelin, weil sie eine armselige, hirnlose Kreatur war, die nie darum gebeten hatte, erschaffen zu werden.Das Klonen war schon seit langem verboten, zum einen aus ethischen Gründen, zum anderen weil Klone keine Seele besaßen, die ihrem Körper Leben einhauchte, und daher zu einem kurzen Dasein mit Organversagen und quasi nichtexistenter Hirntätigkeit verdammt waren.Dieser spezielle Klon hatte den größten Teil seiner Tage in einem Brutkasten verbracht und kämpfte um jeden Atemzug, seit man ihn aus dem Zuchtkokon genommen hatte.»Bald ist es vorbei, meine Kleine«, flüsterte Holly und berührte die Stirn der Klonwichtelin durch die sterilen Handschuhe, die in die Seitenwand des Brutkastens eingebaut waren.Holly hätte nicht genau sagen können, warum sie angefangen hatte, die Klonwichtelin zu besuchen.Vielleicht weil Argon ihr erzählt hatte, dass sonst nie jemand zu ihr kam.Sie kommt aus dem Nichts.Sie hat keine Freunde.Jetzt hatte sie zumindest zwei Freunde.Artemis hatte es sich zur Regel gemacht, Holly bei ihren Besuchen zu begleiten, und saß dabei schweigend neben ihr, was für ihn höchst ungewöhnlich war.Die offizielle Bezeichnung für die Klonwichtelin war Unerlaubtes Experiment Nr.14 – kurz UE 14 –, aber einer von den Klinikwärtern, der sich für besonders witzig hielt, hatte sie Nopal genannt, ein gemeines Wortspiel mit dem Namen Opal und den Worten no pal – kein Freund.Doch trotz der Gemeinheit blieb der Name hängen, und mittlerweile benutzte sogar Holly ihn, wenn auch voller Zärtlichkeit.Argon hatte ihr versichert, dass UE 14 keinerlei geistige Fähigkeiten besaß, doch Holly war sicher, dass Nopals trübe Augen manchmal reagierten, wenn sie sie besuchte.Konnte es sein, dass die Klonwichtelin sie erkannte?Holly betrachtete Nopals feine Gesichtszüge und musste unweigerlich an ihre Genspenderin denken.Diese Wichtelin ist pures Gift, dachte sie verbittert.Alles, was sie anfasst, verkümmert und stirbt.Artemis betrat den Raum, stellte sich neben Holly und legte ihr sanft die Hand auf die Schulter.»Es stimmt nicht, was man über Nopal sagt«, murmelte Holly.»Sie spürt Dinge.Und sie versteht sie.«Artemis ging in die Hocke.»Ich weiß.Ich habe ihr letzte Woche etwas beigebracht.Pass auf.«Er streckte die Hand aus und tippte mit den Fingerspitzen einen langsamen Rhythmus auf das Glas, den er mehrfach wiederholte.»Diese Übung hat ein kubanischer Arzt namens Dr.Parnassus entwickelt, um Säuglinge und sogar Schimpansen zu einer Antwort zu bewegen.«Artemis fuhr mit seinem Klopfen fort, und ganz langsam reagierte Nopal.Mühsam hob sie die Hand und schlug ungeschickt von innen gegen das Glas, um seinen Rhythmus nachzuahmen.»Siehst du?«, sagte Artemis.»Intelligentes Leben.«Holly stupste ihn mit der Schulter an; das war ihre Variante einer Umarmung.»Ich wusste doch, dass dein Verstand noch mal zu irgendwas nütze sein würde.«Das Eichelabzeichen auf der Brustklappe ihrer ZUPUniform vibrierte, und Holly berührte ihren Ohrknopf, um den Anruf entgegenzunehmen.Ein kurzer Blick auf ihren Armbandcomputer verriet ihr, dass der Anruf von Foaly kam und dass er ihn als dringend markiert hatte.»Was gibt’s, Foaly? Ich bin gerade in der Klinik und spiele Babysitter für Artemis.«Die Stimme des Zentauren kam kristallklar über das Drahtlosnetzwerk von Haven City.»Ich brauche dich hier im Polizeipräsidium, und zwar sofort.Bring den Menschenjungen mit [ Pobierz całość w formacie PDF ]