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.»He du, Bill.Du hast nicht vielleicht zufällig so was wie eine Murmel bei dir?«»Wie bitte, Sir, eine was, Sir?« fragte Roach und beklopfte verwirrt seine Taschen.»Murmeln, alter Junge.Runde Glasmurmeln, kleine Kugeln.Spielen Jungens heute nicht mehr mit Murmeln? Haben wir getan zu meiner Schulzeit.«Roach hatte keine Murmel, aber Kerani in III C besaß eine ganze Sammlung, die per Flugzeug aus Beirut gekommen war.Er brauchte ungefähr fünfzig Sekunden, um ins Schulgebäude zurückzurasen, trotz heftiger Gegenwehr eine Murmel an sich zu reißen und keuchend wieder an der Senke einzutreffen.Dort zögerte er, denn für ihn war die Senke bereits Jims Revier, und Roach würde es nicht ohne Erlaubnis betreten.Aber Jim war im Wohnwagen verschwunden, also stieg Roach nach einer Weile zaghaft den Abhang hinunter und reichte die Murmel durch die Tür hinein.Jim sah ihn nicht sofort.Er nippte an seinem Becher und starrte durchs Fenster auf die schwarzen Wolken, die in allen Richtungen über die Quantocks jagten.Dieses Nippen war, wie Roach feststellte, eine schwierige Sache, denn Jim konnte nicht einfach aufrechtstehend schlucken, er mußte den ganzen entstellten Rumpf nach hinten kippen, um den richtigen Winkel zu erzielen.Inzwischen war der Regen wieder heftiger geworden, er prasselte wie Hagel auf den Wohnwagen.»Sir«, sagte Roach, aber Jim bewegte sich nicht.»Nix wie Scherereien mit einem Alvis, hat praktisch keine Federung«, sagte Jim endlich, mehr zum Fenster als zu seinem Besucher.»Man fährt praktisch mit dem Hintern auf der Straße, was? Haut jeden zum Krüppel.« Und kippte den Rumpf zurück und trank.»Ja, Sir«, sagte Roach und wunderte sich, daß Jim anzunehmen schien, er könne Auto fahren.Jim hatte den Hut abgenommen.Das sandfarbene Haar war kurz gestutzt, stellenweise mußte die Schere zu tief hineingeraten sein.Diese Stellen waren fast sämtlich auf einer Seite, und Roach schloß daraus, daß Jim sich das Haar selber geschnitten hatte mit seinem heilen Arm, wodurch er noch einseitiger wirkte.»Ich bringe Ihnen eine Murmel«, sagte Roach.»Sehr nett von dir.Danke alter Junge.« Jim nahm die Murmel und ließ sie langsam in seiner harten staubigen Handfläche herumrollen, und Roach wußte sofort, daß er in allen möglichen Dingen sehr geschickt sein mußte; daß er zu den Leuten gehörte, die mit Werkzeug und mit Gegenständen im allgemeinen umzugehen wußten.»Nicht eben, siehst du, Bill«, erklärte er, die Augen noch immer auf die Murmel geheftet.»Schlagseite.Wie ich.Paß auf«, und wandte sich energisch zum größeren Fenster.Ein Stück Aluminiumrinne lief an der Unterseite entlang, die das Kondensationswasser auffangen sollte.Jim legte die Murmel hinein und sah zu, wie sie ans andere Ende rollte und auf den Boden fiel.»Uneben«, wiederholte er.»Hecklastig.So geht's nicht, wie? He, he, wo bist du denn hin, du kleines Biest?«Der Wohnwagen war nicht besonders wohnlich, stellte Roach fest, während er sich bückte, um die Murmel zu suchen.Er hätte irgend jemandem gehören können, war allerdings peinlich sauber.Eine Koje, ein Küchenhocker, ein Gaskocher, eine Propangasflasche.Nicht einmal ein Bild seiner Frau, dachte Roach, der außer Mr.Thursgood noch nie einem Junggesellen begegnet war.An persönlichen Gegenständen entdeckte er lediglich einen Werkzeugbeutel aus Sackleinen, der an der Tür hing, einiges Nähzeug, das neben der Koje verwahrt war und eine selbstfabrizierte Dusche, bestehend aus einer durchlöcherten und säuberlich am Dach festgelöteten Keksdose.Und auf dem Tisch eine Flasche, die ein farbloses Getränk enthielt, Gin oder Wodka, dachte Roach, denn das trank sein Vater, wenn er in den Ferien die Wochenenden bei ihm verbrachte.»Ost-West scheint okay, aber Nord-Süd hängt ganz eindeutig«,erklärte Jim nach einem Test an der anderen Fensterrinne.»In was bist du besonders gut, Bill?«»Ich weiß nicht, Sir«, sagte Roach hölzern.»In irgendwas bist du bestimmt gut, das ist jeder.Wie steht's mit Fußball? Bist du gut in Fußball?«»Nein, Sir«, sagte Roach [ Pobierz całość w formacie PDF ]