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.»Von welchen Opfern sprichst du, Fee?«Alrruna rutschte sichtlich unbehaglich auf ihrem Stuhl hin und her.Einzelne Rosenblätter lösten sich von dem Strauch neben ihr und fielen auf den Holzdielenboden.»Ich habe die Unschuld meiner Tochter geopfert, indem ich sie in das Reich der Diamantaner geschickt habe, wo sie jetzt als Sklavin einem Krieger dienen muss, der eine wichtige Rolle in der Prophezeiung spielen wird.«Dorn zog überrascht die Luft ein, bevor er seine Augenbrauen hob und abwartete, was die Fee noch zu sagen hatte, und irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass es seine Familie betreffen würde.«Alrruna ließ ihn nicht lange warten und bestätigte seine bittere Annahme sogleich.»Ich erwarte von dir dasselbe.Du musst Herekets Tochter opfern, damit Elowia leben kann.«Dorn sprang auf, die scharfen Reißzähne bedrohlich über die Lippen geschoben, brüllte er: »Was fällt dir ein, so etwas zu verlangen, ja so etwas Ungeheuerliches überhaupt zu erwähnen?«Feuer loderte aus seinen Hände und der weiße Dielenboden fing an zu brennen.Die Blumen in Dorns unmittelbarer Nähe verkohlten und das umliegende Gras verwelkte unter der enormen Hitze.Die Feenkönigin richtete sich auf, warf ihren Kopf in den Nacken und schnippte mit ihren Fingern.Prasselnder Regen ergoss sich über Dorn und die verglühenden Gräser, bis auch der letzte Funken erloschen war.Übellaunig inspizierte Alrruna den großen Brandfleck auf ihrem Boden, bevor sie Dorn einen strafenden Blick zuwarf.»Was soll das, Dorn? Seit wann hegst du Gefühle für dieses Kind? Du sperrst sie ein, du hältst sie wie ein Tier gefangen und jetzt tust du so, als ob dir etwas an ihr liegen würde? Überlass sie mir und du bist endlich von dem Schatten der Vergangenheit befreit.«Das Schweigen, das eintrat, wurde nur von Dorns erzürntem Schnaufen unterbrochen.Er rang nach Worten.Endlich fand er sie.In einem Tonfall, der keinen Zweifel daran ließ, wie ernst es ihm war, flüsterte er heiser: »Du wirst unsere Tochter nicht bekommen und solltest du es wagen, meine Familie in diesen Unsinn mit reinzuziehen, werde ich dir einen Besuch abstatten, der äußerst unangenehm sein wird.Ich hoffe du hast mich verstanden.«Alrruna verneigte sich kühl und deutete auf die Tür: »Ich habe es verstanden.Du willst lieber ein wahnsinniges Kind behalten, was so oder so bald sterben wird, als Elowia zu retten.«Dorn hatte keine Lust mehr sich länger ihren Unsinn anhören zu müssen und stapfte, ihrer Geste folgend, zur Tür.Doch kurz davor drehte er sich noch einmal um und fixierte die blauen, unergründlichen Augen der Fee.»Auch wenn du es nicht glauben magst und viele Tatsachen dagegen sprechen, ich liebe sie.«Alrrunas Mundwinkel zuckten und ihre Stimme triefte nur so vor Hohn.»Natürlich.«Resigniert wandte sich der Dämonenfürst ab, ging durch die Tür hinaus und zu seinem Totenflieger hin, der auf der Klippe gelandet war, nachdem er seinen Herren erspäht hatte.Dorn hörte, wie hinter ihm die Tür wieder aufflog und kurz darauf eine gehässige Stimme, die ihn geradezu herausfordern wollte, rief: »Und du nennst dich Fürst der Dämonen.Wäre der Titel Fürst und Beschützer der Diamantaner nicht angebrachter?«Ihr Ziel ihn zu provozieren, war ihr ein weiteres Mal erfolgreich gelungen und so rannte Dorn, trotz seiner schweren Rüstung, mit ausgreifenden Schritten auf die Fee zu.Er umfasste ihre weichen Oberarme und drückte ihren schmalen Körper gegen die Holztür.Der Wind in der Bucht fing an zu heulen und Regen durchtränkte ihr blaues Gewand und seine Kleidung.Er atmete ihren warmen Duft nach Frühlingswiesen ein und fühlte ihr pulsierendes Herz in ihrer Brust, als er seinen Körper gegen den ihren drückte.Wie eine zerbrechliche Schönheit schmiegte sich ihr biegsamer Körper an seinen unnachgiebigen Leib.Ihre Augen waren voller ungestümer Leidenschaft, genährt von Zorn, nicht von Liebe.Für einen Moment versank er in ihrem hitzigen Antlitz, bevor er mühsam seinen Griff löste und benommen einen Schritt zurücktrat.»Gut, ich gebe dir etwas Zeit.Aber egal was kommt, ich werde keinen der meinen opfern.«Sie blinzelte ihn aus leidenschaftlichen Augen an und ihre Hände drückten sich gegen seine Lenden.»Du kannst sie nicht retten.Niemals«, hauchte sie.»Dein Unglück fing an, als Hereket verschwand, und wird erst wieder mit dem Tod des Kindes enden.So habe ich es gesehen und so wird es passieren, Dorn.«Der Dämon packte grob ihre Hände und drückte so lange zu, bis er ihrem Mund einen Schmerzenslaut entlockte.»Ein paar Tage, mehr nicht«, grollte er, dann riss er sich mühsam von ihrem schönen, wenn auch gefährlichen Antlitz los.Wortlos stapfte er zu dem Totenflieger zurück und schwang sich auf dessen Rücken.»Komm zurück«, befahl Alrruna ungehalten.Dorn lächelte barsch.Sie war es nicht gewohnt, abgewiesen zu werden und er war es nicht gewohnt, auf Befehle zu hören.Ein erneuter Regenschauer ging über ihn nieder, als er davon folg und Alrruna alleine vor ihrem Haus zurückließ.»Verfluchte Fee«, murmelte er und versuchte den Regen aus seinen Augen zu blinzeln.Er hasste Wasser und das hatte sie schamlos ausgenutzt.Er versuchte das Wasser von seinem Körper zu schütteln und trieb sein Tier zur Eile an, was dieses mit einem launischen Fauchen quittierte.Als er endlich wieder in seinem Reich war und die Sonne nur noch ein Bruchteil so hell schien wie im Reich der Feen, sank er in sich zusammen und überließ seinem Tier die Führung [ Pobierz całość w formacie PDF ]