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.Ich verstand ohne Mühe, daß sie auf die Toilette hatte gehen wollen und daß ihr die Erlaubnis verweigert worden war.Aber ich wußte noch nicht, worauf Claire hinauswollte.Sie führte uns gleichgültig durch den Park, ließ uns hier und da ein Blumenbeet, einen kunstvoll geschnittenen Strauch, die Anlage einer Allee bewundern.Schließlich gelangten wir in einen verwilderten Teil des Parks, ohne runde Blumenbeete und ohne Mauerbögen, wo sehr große Bäume unter ihrem welken Laub einen weniger dichten und weniger gut gepflegten Rasen begruben.Dieser beinahe verwahrloste Teil des Gartens lockte niemanden an, vor allem nicht um diese Zeit, wo die untergehende Sonne die Schatten stärker hervortreten ließ.Ich ahnte, daß unsere Führerin einen ruhigen Ort suchte, so weit wie möglich von den üblichen Spazierwegen entfernt.Tatsächlich blieb Claire schon bald stehen und bezeichnete uns einen bräunlichen Teppich, aufgehäufte Reste von Laub und dünnen Zweigen, unter einer breit gewachsenen Buche, deren niedrige Aste in der Nähe des Stamms freien Durchgang ließen, sich dann aber fast bis zum Rasen neigten.«Das hier ist eine ideale Stelle», sagte sie, «nicht wahr?»Sie zog uns beide unter den Baum.Auf dessen einer Seite gab es einen recht breiten freien Platz, ganz umgeben von relativ dichtem Geäst.«Das hängt davon ab, wofür», antwortete ich.«Na, für das kleine Mädchen: Sie hat doch vorhin eine Toilette gesucht!»Anne protestierte schwach: «Aber nein.Ich versichere Ihnen.ich muß überhaupt nicht.»Und sie versuchte uns, zur Allee zurückzuziehen.«Wenn es so ist», sagte Claire, «warum hast du uns vorhin angelogen?.Ich glaube, du wolltest uns etwas vorspielen.»«Nein.Ich versichere Ihnen.Ich habe mich geirrt.»Claire ließ das junge Mädchen vor sich hintreten und zwang sie, ihre Augen zu zeigen, indem sie ihr Kinn mit der Faust hochhob.«Komm schon, kleine Närrin», sagte sie, «stell dich nicht so an.Du weißt, daß dir das nichts nützen wird.» Dann befahl sie plötzlich mit härterer Stimme, ruhig, aber keinen Widerspruch duldend: «Du wirst es sofort machen, oder du bekommst eine Ohrfeige!»Sogleich beugte das Mädchen die Knie, wobei es sorgfältig sein weißes Kleid um sich herum ausbreitete, und ging vor Claire in die Hocke.Diese streckte ihre rechte Hand nach dem hübschen Gesicht aus, das vor Scham puterrot wurde, um es zu streicheln.Mit fester Hand zwang sie ihre Freundin, das Gesicht zu ihr zu erheben; und ihre zärtlichen Berührungen setzten sich auf den Wangen, den Lidern und dem Mund fort.Sie fand zu einem zärtlicheren Ton zurück, um zu sagen:«Knie dich hin: das ist ein hübscherer Anblick.»Das Mädchen kniete sich hin und breitete die Falten ihres Rocks nach vorne, indem sie den weißen Stoff mit beiden Händen nahm, um ihn von den Schenkeln fernzuhalten.Hinten ragten die Spitzen ihrer beiden Schuhe über den Saum des Kleides hinaus.«Also», sagte Claire mit einem etwas angewiderten Lächeln, «lassen wir das kleine Mädchen Pipi machen?»Mit den Fingerspitzen schob sie die Zähne auseinander und begann, die Lippen zu mißhandeln.«Öffne vor allem deine Beine weit!»Anne spreizte die Knie noch mehr.Ihre Füße verschwanden vollständig unter dem ausgebreiteten Kleid.«Ja, so ist es gut.Beug dich ein wenig vor.»Das Mädchen neigte den Oberkörper nach vorn und senkte den Kopf.Unter den blonden Locken ihres Haars, die ihr um das Gesicht fielen, fuhren Claires Finger fort, mit ihrem halbgeöffneten Mund zu spielen.«Du siehst entzückend aus so, weißt du», sagte sie noch.Dann, nach einem Augenblick, plötzlich die Geduld verlierend: «Was ist, wirst du nun endlich pissen! Kleine Hündin!»Und sofort packte Claire, da es nicht gleich kam, mit einer ihrer Hände ihr volles Haar und ohrfeigte mit der anderen Hand das Gesicht, das sie sich auf diese Weise zurechtgerückt hatte, mit voller Kraft einmal.zweimal.In diesem Augenblick hörte ich, wie der lang zurückgehaltene Strahl heftig das trockene Laub auf dem Boden traf.IV.Falsche BewegungenMehr als eine Woche sah ich Claire oder ihre Freundin nicht wieder.Am achten Tag traf ich zufällig die kleine Anne in einer Buchhandlung am Montmartre.Sie war allein.Sie tat so, als sehe sie mich nicht, was mich ehrlich gesagt kaum überraschte.Ich dachte an das letzte Bild zurück, das ich von unserem Nachmittag in Bagatelle bewahrt hatte.Die Rose mußte sich vom Strumpfhaltergürtel gelöst haben, als die junge Frau sich unter der großen Buche hingekniet hatte.Als sie wieder aufstand, wobei sie ihr Gesicht in ihren Händen verbarg, sah ich die fleischfarbene Blume einsam auf dem welken Laub liegen.Sie hatte sich genau unter dem Strahl befunden; ihre besudelten Blütenblätter hielten in ihren Vertiefungen Perlen schimmernder Flüssigkeit fest.Rundherum waren die braunen Blätter ganz naß, was sie schwärzer aussehen und stärker glänzen ließ.Ein dicker Tropfen glitt langsam an einem umgedrehten Blütenblatt der Rose entlang, um auf einem fast unversehrten, nahezu ebenen und waagerechten Blatt zu zerplatzen, wo das sich ausbreitende Wasser eine Art kleinen Spiegels gebildet hatte, der einige Sekunden brauchte, um zu verschwinden.Das junge Mädchen wandte sich jetzt an den Verkäufer.Was mich sofort erstaunte, war der entschlossene, selbstsichere Ton, in dem sie mit diesem Mann sprach.Sie wünschte ein seltenes Buch, das unterderhand verkauft wurde, aber sie verlangte es ganz dreist, es war deutlich zu erkennen, sie wußte, daß sie es hier finden würde.Tatsächlich hörte der Buchhändler schnell auf, Unwissenheit zu heucheln, und holte den Band aus einem verborgenen Fach unter dem Ladentisch für sie hervor.Anstandslos bezahlte sie den geforderten Preis.Schräg vor der Tür stellte ich mich ihr in den Weg.So mußte sie mir ins Gesicht sehen.Ich sagte:«Erkennen Sie mich nicht wieder?»Sie sah mich kühl an:«Doch, natürlich.Aber nicht, wie Sie meinen.»Ich spürte sofort, daß die Dinge an diesem Tag ganz anders verlaufen würden.Ich versicherte daher, daß ich nichts Besonderes gemeint hätte, und begleitete sie nach draußen.«Was wollen Sie?» fragte sie mich unfreundlich.«Nichts.Ein wenig mit Ihnen reden.»«Ich habe keine Lust, mich zu unterhalten, und ich hab's eilig.Ich muß dieses Buch unverzüglich abliefern.»Sie zeigte mir das kleine, in braunes Papier eingewickelte Paket, das der Verkäufer gemacht hatte.«Wem?» fragte ich.«Claire?»Der Blick aus den grünen Augen wurde noch feindseliger und funkelte in einer Art Glanz, der kaum dem ähnelte, den ich bis dahin gekannt hatte.«Ich bringe es, wem ich will.Das geht Sie nichts an!»Ich glaubte, mich mit einem ironischen Lächeln aus der Affäre ziehen zu können, und wünschte ihr einen schönen Abend.Doch da war sie schon gegangen.Diese Begegnung ließ mich sehr unbefriedigt zurück.Ich war mir darüber klar, daß ich selbst keinerlei Macht über die junge Frau hatte, aber es schien mir ganz natürlich, auch außerhalb der Anwesenheit Claires, im Genuß gewisser Vorrechte zu bleiben, da sie mir mit solcher Großzügigkeit gewährt worden waren, ohne daß ich um irgend etwas hätte bitten müssen [ Pobierz całość w formacie PDF ]