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.«»Schauspielern Sie immer noch?«»Ich bin jetzt Beamter im öffentlichen Dienst«, erklärte ich mit fester Stimme.»Beamter in der Registratur.« Ich zog eine gewaltige Schau ab, als ich meine Armbanduhr konsultierte.»Und es ist höchste Zeit, dorthin zurückzukehren.«+Um vierzehn Uhr saßen wir in einem weiteren Konferenzraum und sahen einem Mann an einer weißen Tafel dabei zu, wie er Belanglosigkeiten von sich gab.»Ich begrüße Sie«, sagte er.»Mein Name ist Philip Statham, ich bin der Sicherheitsbeauftragte für diese Abteilung.«Außer ihm befanden nur wir beide uns im Raum, aber er sprach, als hielte er vor dicht gedrängter Zuhörerschaft eine Rede.Barbara machte sich pflichtbewusst Notizen.Philip Statham, schrieb sie.Sicherheitsbeauftragter.Statham klang wie ein Alleinunterhalter alter Schule, der zum beliebtesten Teil seines Auftritts ansetzte – zu irgendeiner platt gewalzten Nummer, die sein Publikum schon auswendig konnte.»Man sollte annehmen«, begann er, »dass in einem Büro Sicherheit herrscht.Man möchte glauben, dass einem kaum etwas zustoßen kann an einem Ort, wo nichts Gefährlicheres als Schnellhefter, Faxgerät oder Ringordner lauern.Man könnte sogar glauben, dass dort einfach keine Unfälle passieren.Dass so etwas nichts mit uns hier zu tun hat.« Er hielt inne – ich kann nur annehmen, dass es ihm dabei um den dramatischen Effekt ging.»Wissen Sie was?« Er holte tief Atem.»Das stimmt nicht.« Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, klopfte er mit dem Stift gegen die weiße Tafel.»Unfälle können passieren.Und Unfälle passieren auch! Jedes Büro ist eine potenzielle Todesfalle.Und in den nächsten zwei Stunden oder auch ein wenig länger werde ich Sie mit ein paar guten Ratschlägen versorgen, wie Sie Ihr Büroleben sicherer gestalten können.« Er hob eine Augenbraue und blähte die Nüstern.»Wie Sie überleben können.«Wir ließen zwei Videos über uns ergehen und eine Demonstration und setzten gerade zu etwas an, das Statham Unheil verkündend als »unser kleines Rollenspiel« bezeichnet hatte, als mein Handy in der Jackentasche in krampfhaftes Zittern verfiel.»Tut mir leid, Philip«, sagte ich, dankbar für die Ablenkung, »aber ich muss das annehmen.«Während meiner hastigen Flucht auf den Flur hinaus verfolgten mich Stathams Augen ungehalten funkelnd, doch als ich auf dem Display sah, wer der Anrufer war, verebbte auch noch der letzte Rest meiner guten Laune.»Mama?«, sagte ich.»Du sollst mich doch nicht bei der Arbeit anrufen!«»Der alte Lumpensack ist tot.«Mein Herz zog sich zusammen.»Wie bitte?«Sie wiederholte es, diesmal mit kräftigerer Stimme, und bemühte sich nicht einmal, ihre Gehässigkeit zu unterdrücken.»Der alte Lumpensack ist tot!«DREIAls ich Großvater zum ersten Mal besuchte, erkannte ich ihn nicht wieder.Er war mein ganzes Leben lang bei mir gewesen, und ich konnte ihn in einem Zimmer voller Fremder nicht ausmachen!Zu aufgewühlt und nervös, um eine Fahrt mit dem Rad zu riskieren, nahm ich am Bahnhof den Bus Nummer 176 und saß angstvoll und ungeduldig auf meinem Platz, während er sich mühsam durch Waterloo, Elephant und Castle, Walworth und Camberwell Green quälte, ehe er knirschend vor der ausladenden Klinkerfront von St.Chad’s anhielt.Die ganze Fahrt hatte ich eingezwängt neben einem dicken Mann in einem Garfield-T-Shlrt verbracht, der Grillhuhn aus einer Pappschachtel futterte und rücksichtslos laut Popmusik hörte.Ich hetzte durch die großen Schiebetüren ins Innere der Klinik, wo ich die nächsten zehn Minuten damit zubrachte, im Kreis zu laufen, bis sich eine Schwester meiner erbarmte und mir den Weg zur richtigen Station wies; es handelte sich um eine Art Schlafsaal im hintersten Winkel des fünften Stockwerks, der vom Rest des Krankenhauses durch eine dicke Glastür getrennt war.Ein halbes Dutzend ältere Männer lagen ausgestreckt auf schmalen Betten – reglos und still.Der Raum war erfüllt von altmodischen Gerüchen – Wäschebleiche, Seife, Bodenwachs und dem durchdringenden Gestank nach Fäulnis.Am dritten oder vierten Bett schüttelte eine Krankenschwester das Kissen eines Patienten auf und murmelte etwas dazu, das vermutlich beruhigend klingen sollte.»Verzeihung?«, sagte ich.Sie wandte mir das Gesicht zu, ohne ihre Tätigkeit zu unterbrechen.»Ja?«»Ich suche meinen Großvater.«»Name?« Der starke Akzent, der ihre Aussprache verdarb, ließ auf eine osteuropäische Herkunft schließen.»Sein Name ist Lamb.«Sie sah mich so missbilligend an, als hätte ich sie gefragt, ob es im Haus eine Bar gäbe.»Er ist mein Großvater«, fügte ich lendenlahm hinzu.»Hinter Ihnen.« Sie warf mir einen letzten abfälligen Blick zu und machte sich geschäftig wieder an die Arbeit [ Pobierz całość w formacie PDF ]